Erfahrungsaustausch Fahrerweiterbildung – Lebenslanges Lernen im Straßenverkehr

Am 13. November 2018 fand in Potsdam die Fachtagung „Erfahrungsaustausch Fahrerweiterbildung –
Lebenslanges Lernen im Straßenverkehr“ des Forums Verkehrssicherheit statt. Nach den einleitenden Worten durch Ines Jesse, Staatsekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL), folgten drei Fachvorträge: Prof. Dr. Dietmar Sturzbecher, Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung an der Universität Potsdam (IFK), stellte die Ausgangslage und die Problemstellung der Fahrerweiterbildung dar. Dr. Tina Gehlert, Unfallforschung der Versicherer (UDV), referierte über die Fahreignung älterer Fahrer. Mathias Rüdel, TÜV | DEKRA arge tp 21, sprach zum Beitrag des Sachverständigenwesens zu Erwerb und Erhalt von Fahrkompetenzen.

Nach einer Kaffeepause folgten Impulsreferate zu den Themen und Projekten „Fahrerweiterbildung und Checks für Berufskraftfahrer“, „Fahrerweiterbildung in den Fahrschulen“, „Unfallursachen aus unfallanalytischer Sicht – Ableitungen für die Weiterbildung von Kraftfahrzeugfahrenden“, „Fahrfitnesscheck“, „Mobil bleiben, aber sicher!“ und „Sicher mobil“, „Der Verkehrstisch des DVR“ sowie „Der zweite Erste-Hilfe-Kurs“.

Am Nachmittag teilten sich die Veranstaltungsteilnehmer in die zwei Workshops „Lebenslanges Lernen für zu Fuß Gehende, Radfahrende und ÖPNV-Nutzende“ und „Lebenslanges Lernen für Autofahrende“ auf, deren Ergebnisse zu Beginn der abschließenden Podiumsdiskussion vorgestellt wurden.

In den Pausen hatten die Teilnehmer Gelegenheit, in einem „Markt der Möglichkeiten“ den Verkehrstisch und den „zweiten Erste-Hilfe-Kurs“ auszuprobieren. Außerdem konnten sie sich die Wirkung von Alkohol mittels sogenannter Rauschbrillen vor Augen führen und die Wanderausstellung „Ablenkung im Straßenverkehr“ besuchen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Uwe Madel vom Rundfunk Berlin-Brandenburg.

Die Inhalte und Ergebnisse der Fachtagung werden aufbereitet und in einer Broschüre zusammengefasst. Insgesamt herrschte darin Übereinstimmung, dass lebenslanges Lernen im Straßenverkehr sich nicht nur auf Kraftfahrer beschränken sollte, sondern für alle Verkehrsteilnehmer relevant ist.