Schulwettbewerb „Bring dein Klassenzimmer zum Leuchten“
Im letzten Jahr hat das Brandenburgische Netzwerk für Verkehrssicherheit alle Grundschulen des Landes dazu aufgerufen, sich im Rahmen eines Schulwettbewerbs mit dem Thema „Sichtbarkeit im Straßenverkehr“ auseinanderzusetzen. Unter dem Motto „Bring dein Klassenzimmer zum Leuchten“ ging es darum, Schülerinnen und Schüler altersgerecht und praxisnah aufzuzeigen, wie wichtig es ist, für andere Verkehrsteilnehmende durch angemessene Kleidung und Beleuchtung gut sichtbar zu sein, um gefährliche Situationen zu vermeiden. Dabei konnte der Kreativität freien Lauf gelassen werden.
Das Wettbewerbsthema bezieht sich auf die Maßnahme der Mobilitätsbildung und des lebenslangen Lernens für Fuß- und Radverkehr im Handlungsfeld „Mensch und Umfeld“ (M.7/M.10) des aktuellen Verkehrssicherheitsprogramms des Landes Brandenburg.
Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1 bis 5 haben sich am Wettbewerb beteiligt. Aus den eingereichten Beiträgen und auch mit Blick auf die Unfallstatistiken wird eins ganz deutlich: Das Thema ist und bleibt für alle Altersklassen relevant. Nicht nur die „Kleinen“ müssen für gefährliche Situationen sensibilisiert werden, die durch mangende Sichtbarkeit entstehen können, auch ältere Kinder und selbst die beteiligten Lehrkräfte weisen diesbezüglich einige Wissenslücken auf und erleben viele „Aha-Momente“. Die eingereichten Beiträge zeigen dabei eindrucksvoll, auf welch vielfältige Weise man sich dem Thema „Sichtbarkeit“ nähern kann.
Nachfolgend werden die drei Beiträge vorgestellt und prämiert, die das Thema besonders umfangreich, anschaulich und wirkungsvoll umgesetzt haben.
1. Platz: 5. Klasse der Insel-Grundschule in Neuenhagen
Wir gratulieren der 5. Klasse der Insel-Grundschule Neuenhagen zum ersten Platz des Schulwettbewerbs. Die Klasse setzte sich im Unterricht „Naturwissenschaften“ intensiv mit dem Thema „Sichtbarkeit im Straßenverkehr“ auseinander. Im Zusammenhang mit dem Themenbereich „Sinneswahrnehmungen“ stellten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Szenen dar, bei denen u.a. die Sichtbarkeit von Fahrrädern im Mittelpunkt stand. Verglichen wurde die Sichtbarkeit von Fahrrädern ohne Beleuchtung mit solchen, die über funktionierende oder zusätzliche Außenbeleuchtung verfügten. Durch den direkten Vergleich wurden die Schülerinnen und Schüler dafür sensibilisiert, welchen Unterschied verschiedene Beleuchtungsvarianten machen. Ihre Kernbotschaft „Sei das Licht – sonst sieht man dich nicht“ haben sie in einem Videoclip festgehalten.
2. Platz: Klasse 4a der Regenbogenschule in Fahrland
Die Schülerinnen und Schüler der 4a der Regenbogenschule in Fahrland haben sich mit typischen Gefahrensituationen beschäftigt und anschließend kreative Ideen entwickelt, wie sie selbst besser im Straßenverkehr gesehen werden können. Es wurde viel experimentiert – u. a. mit Knicklichtern und Foto-Blitz. Hierbei wurde insbesondere die Wirkung von reflektierenden Materialien an Schulranzen und Sportbeuteln untersucht. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
3. Platz: Klasse 1b der Wilhelm-Gentz-Grundschule in Neuruppin
Die Klasse 1b der Wilhelm-Gentz-Grundschule in Neuruppin setzte sich in mehreren Unterrichtsstunden intensiv mit dem Thema „Sichtbarkeit in der Dunkelheit“ auseinander. Mit den Schülerinnen und Schülern wurde erarbeitet, welche Farben im Straßenverkehr gut sichtbar sind und welche Gegenstände dazu beitragen, von anderen Verkehrsteilnehmenden früher erkannt zu werden. In einem abgedunkelten Raum konnten die Kinder praktisch erfahren, wie schlecht dunkle Kleidung wahrnehmbar ist und wie stark zum Beispiel Reflektoren bereits bei geringem Lichteinfall leuchten. Die anschaulichen Experimente führten zu nachhaltigen Aha-Momenten bei den Kindern und bei der Lehrkraft. So wurde die Bedeutung von Sichtbarkeit im Straßenverkehr für alle Beteiligten eindrucksvoll erlebbar.
Wir danken allen engagierten Schülerinnen und Schülern sowie den beteiligten Lehrkräften herzlich für die vielfältigen und kreativen Beiträge. Es freut uns sehr, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema nicht nur Spaß gemacht hat, sondern auch das Bewusstsein dafür geschärft wurde, wie wichtig gute Sichtbarkeit im Straßenverkehr ist – und welchen eigenen Beitrag jede und jeder dazu leisten kann. Denn: Sichtbarkeit schafft Sicherheit!