Regionalkonferenz Nord

Alter Dorfkrug Staffelde (Staffelder Dorfstraße 18-19, 16766 Staffelde OT Kremmen)

Verkehrssicherheit in allen Altersgruppen: Sicher unterwegs - ein Leben lang

Am 16. Dezember 2025 fand im Alter Dorfkrug Staffelde die Regionalkonferenz Nord unter dem Titel „Verkehrssicherheit in allen Altersgruppen – sicher unterwegs ein Leben lang“ statt. Die ganztägige Veranstaltung widmete sich der Frage, welche Konzepte, Maßnahmen und Kooperationsformen tragen dazu bei, Verkehrssicherheit über alle Lebensphasen hinweg wirksam zu fördern?

Inhaltlich war die Konferenz entlang zentraler Lebensphasen gegliedert. Für den Bereich der frühkindlichen Verkehrssicherheitsarbeit stellte Prof. Dr. Sturzbecher (IFK e. V.) Ansätze und Erkenntnisse aus der Praxis vor. Am Beispiel des Projekts „KitaMove“ wurde aufgezeigt, wie frühzeitige Mobilitätsbildung erfolgreich in Kindertageseinrichtungen verankert werden kann.

Den Schwerpunkt Schulalter beleuchtete Herr Ploß (UKBB), der das umfassende Maßnahmenportfolio der UKBB präsentierte und darstellte, wie altersdifferenzierte Programme nachhaltig zur Verbesserung der Verkehrssicherheit von Kindern und Jugendlichen beitragen.

Für den Erwachsenenbereich stellte Herr Tabbert (DVR) zentrale Handlungsfelder der Verkehrssicherheitsarbeit vor. Der Fokus lag dabei auf Verletzungsprävention, Arbeitsschutz sowie auf Schulungs- und Sensibilisierungsangeboten für Beschäftigte.

Den Abschluss der inhaltlichen Beiträge bildete der Themenkomplex Mobilität im Alter. Herr Schmidt (ADAC) stellte unter anderem den Fahr-Fitness-Check vor und zeigte auf, wie die selbstbestimmte und sichere Mobilität von Seniorinnen und Senioren unterstützt und erhalten werden kann.

Schlussfolgerung

Die Regionalkonferenz Nord hat deutlich gemacht, dass die Verkehrssicherheitsarbeit im Land Brandenburg auf einem tragfähigen und gut funktionierenden Netzwerk basiert, das durch eine konstruktive Zusammenarbeit der beteiligten Akteure geprägt ist. Die inhaltliche Ausrichtung der Veranstaltung entlang zentraler Lebensphasen unterstreicht die Wirksamkeit eines lebensphasenübergreifenden Ansatzes und leistet einen unmittelbaren Beitrag zur Maßnahme M1 (Mensch und Umfeld - Mobilitätsbildung und lebenslanges Lernen) in dem diese als kontinuierliche Aufgaben der Verkehrssicherheitsarbeit verankert werden. Durch die fachliche Auseinandersetzung mit aktuellen verkehrssicherheitsrelevanten Themen sowie die öffentliche Sichtbarkeit der Veranstaltung wurde zudem die Kommunikation und Sensibilisierung für Verkehrssicherheit weiter gestärkt.

Insbesondere der Fokus auf die Mobilität von Seniorinnen und Senioren verdeutlichte die Bedeutung freiwilliger, präventiver Angebote zum Kompetenzerhalt im höheren Lebensalter und ordnet sich klar der Maßnahme M5 (Mensch und Umfeld – Mobilitätsbildung und lebenslanges Lernen: Seniorinnen und Senioren) zu. Die vorgestellten Ansätze zeigen, dass eine sichere und selbstbestimmte Mobilität im Alter vor allem durch unterstützende und befähigende Maßnahmen gefördert werden kann.

Darüber hinaus nahm die Regionalkonferenz eine zentrale Rolle im Sinne der Maßnahme R5 (Ressourcenoptimierung und Vernetzung - Austauschplattformen und Schnittstellen: Kommunalebene) ein. Als Austauschplattform auf kommunaler Ebene ermöglichte sie den fachlichen Dialog zwischen bestehenden Akteuren, förderte den Wissenstransfer und schuf Ansatzpunkte für lokale Kooperationen in der Verkehrssicherheitsarbeit. Gleichzeitig wurde deutlich, dass die Einbindung weiterer Akteure und Institutionen weiterhin eine zentrale Herausforderung darstellt. Vor diesem Hintergrund bleibt es ein wesentliches Ziel, das bestehende Netzwerk kontinuierlich auszubauen, neue Akteure für die Verkehrssicherheitsarbeit zu gewinnen und die Zusammenarbeit langfristig zu verstetigen, um die Verkehrssicherheit im Land Brandenburg nachhaltig zu stärken.

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